Seeland – Gmüesland

Während der Expo.02, die im Jahre 2002 im Drei-Seen-Land durchgeführt wurde, konnte sich unsere Region eingebettet inmitten von Neuenburger-, Bieler- und Murtensee einer breiten Öffentlichkeit präsentieren. War es früher noch ein sumpfiges Überschwemmungsgebiet derAare, ist das Seeland heute der grösste und wichtigste, zusammenhängende Gemüsegarten «die Gemüsekammer» der Schweiz.

Das Grosse Moos ist ein Niedermoorgebiet, entstanden durch Überflutungen. Deshalb hat es eine alkalische Reaktion, der Boden ist eine Kalkbraunerde oder Moor. Der Jura, der sich im Norden vorbeizieht, ist aus Mergel. Das ursprüngliche Überschwemmungsgebiet zwischen den drei Juraseen (Bieler-, Neuenburger- und Murtensee) hat eine Grösse von 77 km2, also 7'700 Hektaren. Die ehemalige Ueberschwemmungsebene liegt zu einem Drittel im Kanton Freiburg und zu zwei Dritteln im Kanton Bern. Der Anteil an Torfmoorböden macht rund 10 Prozent aus. In der ersten Juragewässerkorrektion von 1868 bis 1878 wurde der Wasserstand um 2,5 m abgesenkt und die Aare durch den neu erstellten Hagneckkanal in den Bielersee eingeleitet. In der zweiten Juragewässerkorrektion von 1962 bis 1972 wurden die Seespiegel stabilisiert. Im Rahmen der Melioration wurde das Binnenkanalnetz ergänzt, so dass es heute eine Länge von 120 km aufweist. Windschutz- und Ökostreifen haben eine Länge von 70 km. Im Grossen Moos hat es verschiedene Biotope Naturschutzgebiete wie z.B. die Ziegelmoos-Islerendüne, der Fräschels- Siselen- und Birkenhofweiher, die Stierenbüne etc., die zusammen 100 Hektaren umfassen. Das Schutzgebiet Fanel am Neuenburgersee hat eine Fläche von 500 Hektaren.

Im Seeland (Kanton Bern und Kanton Freiburg) wird auf knapp 500 Landwirtschaftsbetrieben Gemüse angebaut, davon auf der Hälfte im Haupterwerb. Die Seeländerbetriebe sind Familienbetriebe mit durchschnittlich 3,5 Arbeitskräften. Die mittlere Grösse eines Familienbetriebes umfasst 12,5 Hektaren, wovon die Hälfte mit Gemüse bebaut wird.

Im Seeland werden rund 60 verschiedene Gemüse angebaut. Der Anbau erfolgt satzweise, damit eine kontinuierliche Ernte möglich ist. Typische Seeländergemüse sind Rosenkohl, Rhabarber, Pfälzerkarotten, Schwarzwurzeln und gebleichter Lauch. Die wichtigsten Kulturen sind Zwiebeln, Karotten, Nüssler, Lauch, Kopfsalat, Tomaten, Eisberg, Sellerie und Chinakohl.

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Gmüesfescht 2014

Am viel besuchten Gmüesfescht 2014 konnte sich unsere junge Genossenschaft einem breiten Publikum präsentieren.

Ziele der GES

Unsere Ziele zum Wohle der Produzenten und der Konsumenten auf einen Blick.


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Fakten zum Schweizer Gemüsebau

Mehr zum Schweizer Gemüsebau auf der Seite des Verbandes Schweizer Gemüseproduzenten:

 

» www.gemuese.ch/statistik